public $root_user='myname'; Mentalität der Mallorquiner

MENTALITÄT

alles etwas ruhiger angehen, das ist wohl auch der Grund, warum Mallorca so viele Deutsche anzieht. Der Tag beginnt mit einem Café con leche (Milchkaffee) in der Bar an der Ecke. Hier trifft sich das ganze Dorf. Man macht sich Sorgen, wenn jemand nicht kommt.

Dann macht man sich an die Arbeit bis ca. 13:00 Uhr, dazwischen kommt aber oftmals noch die Merienda (Zwischenmahlzeit), da wird sich schon mal verplaudert. Somit kommt dann das bekannte “Mañana, mañana” zustande. Termine werden nicht immer so genau genommen. Hier bedarf es Ruhe zu bewahren, aufregen lohnt sich nicht, sonst kommt der Mallorquiner vielleicht gar nicht mehr.

Zwischen 13 und 17 Uhr ist dann die bekannte “Siesta” (Mittagsruhe), hier haben die kleinen Geschäfte geschlossen. Ab 17 Uhr kommen die Mallorquiner ausgeruht wieder ans Tageslicht und der eigentliche Tag beginnt. Wo bei uns schon die Glocken zum Abendbrot läuten, verzehren die Mallorquiner die zweite Merienda (Zwischenmahlzeit). Nicht wohl Kaffee und Kuchen, nein... Schinken, Käse, Sobrasada, Oliven und Pamboli (Weissbrot mit Tomate in allen möglichen Variationen), dazu ein Glässchen Rotwein. Ob zu Hause oder in den Bars, diese Tradition wird ausgibig zelebriert.

In Deutschland gehen die Kinder meistens zwischen 18 und 19 Uhr ins Bett. Die Kleinen der Mallorquiner fangen jetzt erst an zu spielen, da es in den Sommermonaten vorher viel zu heiss ist. Die Mallorquiner meiden zumeist die heisse Mittagssonne.

Sowie es etwas dunkler und kühler wird, stellen die Mallorquiner ihre Stühle vor dem Haus direkt an die Strasse. Nachbarn bringen ihren Stuhl mit und setzen sich dazu. Nun wird beobachtet und über Dies und Das gesprochen.

Ganz bemerkenswert ist auch die Arbeitsvermittlung der Mallorquiner. Man sucht eine Arbeit als Techniker oder Kindermädchen oder oder oder. Dann ist die Bar der beste Platz dafür. Manchmal reicht es einen Zettel an die Pinnwand zu hängen. Wer der spanischen Sprache mächtig ist, sollte direkt den Wirt fragen, der weiss sicherlich Rat. Denn hier zählt vor allem die Mund zu Mund Propaganda.

Abendbrot gibt es dann erst so gegen 21 Uhr, oftmals auch später. Der spanische Sandmann kommt ja auch erst um 21 Uhr im Fernseher.

Die Mallorquiner nehmen ihre Kinder überall mit hin, sei es auch nachts in die Bar. Da kann man schon mal eine Mutter mit Kinderwagen um 12 Uhr nachts erblicken. Für die Deutschen etwas merkwürdig, für die Mallorquiner völlig normal.

Wer sich entscheidet nach Mallorca zu ziehen, sollte sich dieser Mentaltiät annehmen, vor allem aber sich an die Zeiten gewöhnen.